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Mit der EZLN nach Mexico-Stadt

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Kommuniqué des Klandestinen Revolutionären Indigenen Komitees
Generalkommandatur der Zapatistischen Armee der Nationalen  Befreiung
Mexico, 19. März 2001

An die Menschen von Mexiko:
An die Völker und Regierungen der Welt:
Brüder und Schwestern:

ERSTENS. - Seitdem die EZLN ihre Entscheidung nach Mexiko 
Stadt to marschieren publik gemacht hat, waren die Ziele dieses Marsches klar:


1. - Um mit der Zivilgesellschaft in ein Dialog zu treten, um ihre Unterstützung im Kampf um die konstitutionelle Anerkennung der indigenen Rechte und Kultur, gemäß der COCOPA Gesetzesinitiative zu gewinnen.

2. - Um mit dem Bundeskongress in ein Dialog zu treten, um über die guten Eigenschaften des COCOPA Vorschlages und die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Anerkennung der indigenen Rechte in der Verfassung zu diskutieren.

ZWEITENS. - Die Ergebnisse sind offensichtlich:

1. - Die Indigenen Völker ganz Mexikos haben sich der EZLN und dem Nationalen Indigena Kongress in dem würdigen Kampf um die Anerkennung ihrer Rechte angeschlossen, und sie haben öffentlich ihre Unterstützung für den COCOPA Gesetzesvorschlag zum Ausdruck gebracht.

2. - Die Zivilgesellschaft hat diese Forderung in einen nationalen Aufschrei verwandelt. Ungeachtet von Hautfarbe, Rasse, Geschlecht, wirtschaftliche Position, Ideologie, religiöser Überzeugung, Größe oder Alter. Die Mexikanische Zivilgesellschaft hat jetzt auf überwältigende Weise für ein Ende des Rassismus und der Diskriminierung demonstriert, für die Anerkennung der indigenen Rechte in der Verfassung, und für die Erfüllung der 3 Signale, die für die Wiederaufnahme des Dialoges zwischen der Regierung und der EZLN nötig sind.

3. - Die öffentliche Meinung und die internationale Zivilgesellschaft haben sich dieser Forderung aller Mexikaner angeschlossen. Sie haben auf den fünf Kontinenten für Respekt für die Unterschiedlichkeit demonstriert, und für die Einbeziehung jener die jetzt ausgeschlossen sind.

4. - Die Regierung von Vicente Fox hat dem Medieneffekt des Marsches mehr Aufmerksamkeit geschenkt, als der offensichtlichen öffentlichen, nationalen und multiblassen Unterstützung, die der Marsch für Indigene Würde während seiner Reise durch 12 Bundesstaaten und seines Aufenthaltes in Mexiko Stadt hervorgerufen hat.

Anstatt die 3 Signale zu erfüllen und so den Aufenthalt einer Delegation der CCRI-CG der EZLN in Mexico-Stadt auszunützen um den Dialog wieder aufzunehmen, hat Herr  Fox nach allen Seiten Statements abgegeben, ohne sie mit Taten zu unterstreichen, und er hat mit der Qual und den Leiden hunderter indigener Familien gespielt, die weiterhin, kaum überlebend, fern ihrer Häuser bleiben müssen, weil ihre Häuser von Fox' Bundesarmee besetzt sind.

5. - Der Bundeskongress wurde von jenen gefangengehalten, die es vorziehen vor der nationalen und internationalen Mobilisierung die Augen zu verschließen. Die reaktionärsten Abgeordneten haben den 
Konsens und die Unterstützung die die EZLN und der Nationale Indigena Kongress für die konstitutionelle Anerkennung der indigene Rechte und Kultur erreicht haben, öffentlich missachtet.

Sieben Tage lang, seit dem 13. März, hat die EZLN geduldig darauf gewartet, dass der Kongress ihre Bereitschaft in einen würdigen und respektvollen Dialog zu treten akzeptiert. Als Antwort auf diese 
Bereitschaft, haben jene die den Kongress gefangen halten zunächst mit einem unwürdigen und respektlosen Vorschlag geantwortet, dessen einziger Zweck es war, den Stolz und die Arroganz der Abgeordneten zu retten, die es ablehnen in ein Dialog zu treten und die indigene Rechte anzuerkennen. Insbesondere, Legislatoren der Nationalen Aktionspartei (PAN) angeführt von Senator Diego Fernandez de Cevallos.

Angesichts unserer Forderung, zogen es jene die den Bundeskongress manipulieren vor, zu dem albernen Spiel 
zurückzukehren, Diskussionen mit Fox abzuhalten um sich mit der Beilegung interner Zwistigkeiten zwischen den Fraktionen die miteinander streiten, und mit der Leitung der PAN und der PRI zu befassen. Dadurch wurde die Forderung des Volkes nach der Anerkennung der indigenen Rechte und Kultur beiseitegeräumt.

Die EZLN bedauert, dass interne Manöver, Machtkämpfe, und die konservative Gruppen die das Parlament mit einem exklusiven Mitgliederclub verwechseln, den Bundeskongress übernommen haben. Genau wie jene, die uns benutzen wollen um ihre Rechnungen, positive oder negative, mit dem Fox-Team auszutragen.

In der Exekutiven und des Bundeslegislatur versuchen sie Politik zu machen, als ob sich in diesem Land nichts verändert hätte. Als ob die indigene Völker genauso behandelt werden können, wie sie seit fast 200 Jahren, seitdem Mexiko eine Nation geworden ist, behandelt worden sind.

Die indigenen Völker werden nicht länger umhergehen, noch sollen wir länger umhergehen und an den Türen klopfen, um sie anzubetteln uns zuzuhören und sich mit uns zu befassen. Die Forderung nach Würde ist nicht nur die unsere, sondern auch die aller ehrlichen Mexikanern und von alle guten Menschen auf der Welt

Nur reaktionäre Politiker nehmen an, dass sie mit denselben rassistischen, arroganten und Autoritäten Positionen wie zu den Zeiten des Kolonialismus und von Porfirio (mex. Diktator) handeln können. Diese Positionen sind in dem Mexiko von heute nicht länger aufrechtzuerhalten.

Denn Mexiko kann heute als vor- und nach dem Marsch der Indigenen Würde definiert werden, ein Marsch der alle indigene Völker und Hunderttausende Mexikaner mit einbezog. Während dieses Marsches, verließen die Menschen die Rolle des Zuschauers und nahmen direkt oder indirekt an ihm teil. Wir Zapatistas zeigten uns offen für den Dialog. Wir haben uns für diese Mobilisierung entwaffnet. Wir haben uns öffentlich für jeden Angriff ausgesetzt, besuchten Dutzende öffentliche Plätze auf mehr als 3000 km, und wir konnten uns mit den Menschen treffen. Wir haben niemanden irgendetwas aufgezwungen. Wir haben durch die Rechtmäßigkeit unserer Forderung nach der Anerkennung der Rechte der indigenen Völker überzeugt, und zusätzlich, gemeinsam mit den Menschen, die Würde und Hoffnung die in allen ehrlichen Mexikaner existiert wiederentdeckt.

Die mexikanische Gesellschaft, die indigene Völker, und die Zapatisten kamen mit hocherhobenen Häupter an. Nicht um eine Regierung zu stürzen, nicht um das System herauszufordern, nicht um eine Art zu denken aufzuzwingen. Sondern um in ein Dialog zu treten und zu überzeugen, dass die Indigenas einen würdigen Platz 
an der Seite aller Mexikaner verdienen. Um dies zu erreichen, haben wir diesen Marsch unternommen, und wir taten dies mit Würde. Wir sind nicht marschiert um zu betteln, oder um einen würdigen Raum zu verhandeln. Wir sind für Respekt marschiert.

Jetzt mehr als jemals zuvor, ist die Trennung zwischen der Regierung und den Menschen nicht nur markiert, sondern ist auch im Konflikt. Die Regierung missachtet öffentlich die Gesellschaft und betrachtet sie mit Herablassung.

Vor der Wahl zwischen den Politikern und den Menschen gestellt, zögert die EZLN nicht: sie wählt die Menschen. Sie sind es, von denen wir das aufmerksame Ohr und das respektvolle Wort erhalten haben. Wir werden niemals unsere Häupter vor den Politikern beugen, noch werden wir Erniedrigungen und Täuschungen akzeptieren. Wir werden nicht in einerSchlange warten um den "Zur Kenntnis genommen" - Stempel auf unsere historische Forderungen zu empfangen.

DRITTENS. - In Antwort darauf:

1. - Die EZLN hat entschieden ihren Aufenthalt im Mexiko Stadt zu beenden, und mit der Rückkehr in die Berge des mexikanischen Südostens zu beginnen. Die Sturheit der politischen Klasse ist klar. Die Menschen, die indigene Völker, die nationale und internationale Zivilgesellschaft sind von der Gerechtigkeit unserer Forderungen überzeugt, und sie haben uns bedingungslosunterstützt. Die EZLN wird weiterhin fortfahren einbeziehende Räume, für die Teilnahme aller die sich ein wahrhaft neues Mexiko wünschen, zu suchen und errichten. Die konstitutionelle Anerkennung der indigenen Rechte muss stattfinden, und wir werden neue Wege des Kampfes suchen um dies zu erreichen.

2. - An diesem Donnerstag, dem 22. März 2001, wird die zapatistische Delegation eine Abschiedsveranstaltung vor dem Bundeskongress abhalten, um den mexikanischen Menschen, der internationalen Gemeinschaft und Mexiko Stadt für ihre Hilfe und Gastfreundschaft während des Marsches und des Aufenthaltes in Mexiko Stadt zu danken.

3. - Die EZLN ruft alle soziale, politische, Nicht-RegierungsOrganisationen, Gruppen und Personen, Männer, Kinder, Frauen und Alte von Mexiko Stadt auf, die Delegation während der Veranstaltung am 22. März zu begleiten, und zu hören was der Bundeskongress nicht hören wollte.

4. Die EZLN ruft die sozialen und politischen Organisationen und Personen in der mexikanischen Provinz auf, mit uns am 22. März an der Veranstaltung vor dem Bundeskongress teilzunehmen, und sich in ihre Staaten und Gemeinden zu mobilisieren.

5. - Die EZLN ruft die internationale Zivilgesellschaft und die Solidaritätskomitees auf der ganzen Welt auf, an diesem Tag, dem 22. März, ihre Stimmen, gemeinsam mit uns gehört werden zu lassen, und die Politik der Ausschließung, die von der mexikanischen Exekutiven und Legislativen betrieben wird abzulehnen.

6. - Am Freitag, dem 23. März 2001, wir die zapatistische Delegation Mexiko Stadt für die Berge des mexikanischen Südostens verlassen, einer Route folgend die zu gegebener Zeit bekannt gegeben werden wird.

7. - Wir werden unseren Gemeinden über die zweifachen Ergebnisse des Marsches berichten: die Sturheit jener die die Regierung sind, und die große Unterstützung der Menschen in Mexiko und der ganzen Welt. Die Mobilisierung der normalen Menschen hat erst angefangen, und nichts wird es aufhalten. Mit den zapatistischen 
Gemeinden, die diejenigen sind die uns erhalten und führen, werden wir nach Mitteln suchen um gemeinsam mit den Menschen zu marschieren die, wie wir, für ein einbeziehendes, tolerantes, gerechtes, demokratisches und freies Mexiko kämpfen.

Brüder und Schwestern:

Wir gehen. Mit all jenen die wir sind, werden wir zurückkehren.

Demokratie! Freiheit! Gerechtigkeit!

Aus der Nationalen Schule für Anthropologie und Geschichte.

Das Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee - 
Generalkommandatur der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.

Mexiko, 19 März, 2001.


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übs. von Dana

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