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Mit der EZLN nach Mexico-Stadt
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EZLN fühlt sich vom mexikanischen Parlament verarscht soldircc.Mexiko Stadt 13. März. In einer Pressekonferenz an der Ethnologie-Universität ENAH gab Subcomandante Marcos die Absage auf eine Einladung des Parlamentes bekannt. Die Delegation der EZLN und des CNI(1), die sich in der Abgeordnetenkammer für die COCOPA-Initiative einsetzen wollen, bekamen einen anonymen Zettel ohne Briefkopf und Unterschrift, in dem sie an eine Sitzung mit ParlamentarierInnen eingeladen werden. Diese Einladung scheint absichtlich keinen offiziellen Charakter zu haben, damit ParlamentarierInnen behaupten können, sie sei nicht echt. Zudem wird nur eine Sitzung mit 10 Kongressabgeordneten, 10 SenatorInnen und den Mitgliedern der Kommission COCOPA vorgeschlagen. Die EZLN und der CNI wollen jedoch im Bundeskongress sprechen und vor allen ParlamentarierInnen die Abkommen von San Andrés verteidigen. Dieser anonyme Zettel mit dem Vorschlag einer Sitzung im "Halbdunkeln" ist für die IndigenavertreterInnen schlicht eine Frechheit und zeigt laut Marcos, dass der rechte Flügel der PAN und der PRI im Parlament sich durchgesetzt habe. Der anonyme Brief des Kongresses stimme taktisch überein mit dem "Ultimatum" des Präsidenten Vicente Fox, der sich als "Bewerter der Kontakte zwischen Parlament und EZLN" aufspiele und sich dahingehend äusserte, dass er nach seiner persönlichen Beurteilung der Resultate dieser Kontakte zwischen Legislative und Guerilla den Krieg gegen die aufständischen Indigenen fortführen werde oder nicht. Marcos spielt hiermit auf die Äusserungen von Fox an, drei weitere Militärposten in Chiapas zu räumen, falls es zu "einer guten Sitzung" zwischen Parlament und EZLN kommen sollte. Die Räumung dieser drei Militärposten (von insgesamt 257) wird von der EZLN seit der Amtsübernahme von Fox vor über einem Vierteljahr als symbolische Geste gefordert, um eine Wiederaufnahme des Friedensprozesses zu ermöglichen. Fox äusserte sich in demselben Interview dahingehend, dass niemand einfach daherlaufen könne und dem Kongress sagen könne: "das, was ich denke, ist was es zu tun gibt". Marcos müsse lernen, ein wenig Geduld, Toleranz und Verhandlungskapazität zu haben. Dass Marcos NIE mit Fox verhandeln wird, das hat der Präsident immer noch nicht begriffen. Marcos ist nur der Sprecher der EZLN, die Befehlsgewalt und das Verhandlungsmandat liegt bei der Kommandantur, der Marcos nicht angehört. Zudem ist die EZLN nur eine Organisation unter vielen anderen indigenen Organisationen. Es geht nicht um die Personen Fox oder Marcos, sondern um die Beziehung des Staates zu den 57 indigenen Völkern, die gut 10 Millionen MexikanerInnen ausmachen. Es geht um Würde und Gerechtigkeit der mehrheitlich armen Bevölkerung Mexikos. Fox zeigt im oben erwähnten Interview einmal mehr seine Ignoranz gegenüber den Forderungen der indigenen Völker Mexikos. Die Delegationen der EZLN und des CNI beharren darauf, in der Abgeordnetenkammer auftreten zu wollen und fordern die ParlamentarierInnen auf, sich nicht zum Spielball des Präsidenten zu machen, sondern sich ihrer historischen Rolle in der Anerkennung der indigenen Rechte bewusst zu werden. Die Delegationen der indigenen Völker werden in der Hauptstadt bleiben, bis eine solche Zusammenkunft zwischen Legislative und ihnen stattfinden kann. (1) EZLN: Zapatistisches Heer zur Nationalen Befreiung. CNI: Nationaler Indigener Kongress ______________________________ Presseerklärung vom 14.3.01 |