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«Billiges Essen ist zum Ersatz für Sozialpolitik geworden»

Eine grünere, kleinbäuerliche Landwirtschaft, mehr Macht für den Süden, aber auch bessere Preise für die Bauern und Bäuerinnen in Europa fordert Olivier De Schutter, ehemaliger Uno-Sonderberichterstatter

Interview: Bettina Dyttrich

WOZ: Olivier De Schutter, die EU und die Schweiz möchten Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten abschliessen. Fänden Sie das eine gute Sache? 

Olivier De Schutter: Der Tenor der meisten Regierungen ist: Wir brauchen Freihandelsabkommen, weil wir Wachstum und neue Märkte für Konzerne brauchen – um jeden Preis. Aber ich glaube nicht daran. Wir sollten die Idee, Wirtschaftswachstum sei der Leitstern aller Entwicklung, hinter uns lassen. Und stattdessen anerkennen, dass Handelsliberalisierung viele Verlierer schafft.

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