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„Kuba ist auf der Suche nach einer tragfähigen politischen Ökonomie des Sozialismus, und wir, die europäischen Linken, haben dazu wenig bis nichts anzubieten...“, sagt die Marburger Politologin Ingrid Kurz-Scherf.

aus Weiter denken, anders handeln (11) WOZ 27/2015

Die Linke wird entweder feministisch sein. Oder unbedeutend

Das orthodox-antikapitalistische Denken nach dem Muster „Ihr da oben und wir da unten“ sei zu einfach gestrickt, sagt die Marburger Politologin Ingrid Kurz-Scherf. Die Linke müsse vielmehr die Widersprüche herausarbeiten und Gegentendenzen stärken. Denn diese seien ja vorhanden.

Von Wolfgang Storz, Pit Wuhrer (Interview) und Stephan Moll (Foto)

WOZ: Frau Kurz-Scherf, es gab Zeiten, in denen das politische System auf Kuba Vorbild für jene Bürger und Organisationen in Westeuropa war, die die hiesigen Verhältnisse gerechter gestalten wollten. Sie waren jüngst auf Kuba. Können wir von Kuba noch immer lernen?

Ingrid Kurz-Scherf: Kuba war tatsächlich für viele ein Symbol der Hoffnung auf einen anderen, freudvolleren Sozialismus  ...   Weiterlesen