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Die Wunden sind noch nicht verheilt

Über die Aufarbeitung und Nicht-Aufarbeitung des Bürgerkriegs in El Salvador

Interview mit Margarita Zamora, Pro Búsqueda, und Lucio Atilio Vásquez („Chiyo“), Museo de la Palabra y la Imagen (MUPI), die beide sowohl beruflich als auch privat seit Jahren zur Vergangenheitsbewältigung in El Salvador arbeiten. Interview: Andrea Lammers und Eberhard Albrecht. Übersetzung und Redaktion: Sandra Eck 

Wann ist für euch eure Arbeit eine erfolgreiche Arbeit? Woran macht ihr die gesamtgesellschaftliche Bedeutung eurer Arbeit fest?

Margarita: Für uns ist es der größte Erfolg, wenn es uns gelingt, Familienmitglieder wieder zusammenzuführen und zu sehen, wie viel es ihnen bedeutet, ihre verschwundenen Nichten, Neffen oder Enkel wieder in die Arme schließen zu können. Aber auch dann, wenn wir herausfinden, dass die Kinder damals umgebracht wurden, ist es wichtig, dass die Wahrheit ans Licht kommt - für die betroffenen Familien ebenso wie für die salvadorianische Gesellschaft.
Auf gesamtgesellschaftlicher Ebene ist es unser Hauptziel, für Transparenz und Gerechtigkeit zu sorgen ...   Weiterlesen