ila

Durchhalten und nicht entmutigen lassen!

Die „Normalität“ lässt auf sich warten, aber wir geben nicht auf. Toll waren die vielen positiven Rückmeldungen, die wir von unseren Leser*innen bekommen haben, wenn wieder eine ila im Briefkasten lag. Leider geht es nicht ohne SPeNDEN ....

Bonn, im November 2020

Liebe Leser*innen und Freund*innen der ila,

für 2020 hätten wir uns vieles vorstellen können. Aber was dann kam, eine weltweite Pandemie mit vielen Todesopfern, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, vergangene und kommende Lockdowns in Lateinamerika wie in Europa – nein, das konnten wir uns wirklich nicht vorstellen. Wie alle versuchen wir auch in der ila, damit umzugehen. Im März haben wir unsere Redaktionsarbeit und unser Layout weitgehend auf virtuelle Begegnungen und Homeoffice umgestellt. So haben wir es immerhin geschafft, die bisherigen ila-Ausgaben dieses Jahres regulär rauszubringen.

Corona bzw. Covid 19 hat in diesem Jahr aber nicht nur unsere Redaktionsarbeit verändert und geprägt, die Pandemie nahm auch in der Berichterstattung der ila einen breiten Raum ein, waren doch manche Regionen Lateinamerikas davon massiv betroffen. Dort hat es noch mehr Opfer gegeben als in Europa. Auch einige von uns erhielten Nachrichten, dass Menschen, die sie kannten, an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind. Auch wenn wir bisher weiter erscheinen konnten, wissen wir nicht, wie es längerfristig weitergehen wird.

Ein Projekt wie die ila ist immer auch ein sozialer Zusammenhang, in dem sich Leute treffen und austauschen, miteinander diskutieren und vor allem bei den Layouts auch zusammen essen und trinken. Für soziale Projekte ist das enorm wichtig. Aber das kann im Moment – und niemand weiß, wie lange noch – nicht stattfinden. Sicher, redaktionelle Details kann man auch bei Videokonferenzen besprechen. Aber es war schon toll, als wir uns im Juni zum ersten Mal nach Monaten wieder zur Schwerpunktplanung 2020/21 persönlich trafen, auf einer Terrasse. Damals waren wir guter Dinge, dass wir langsam wieder zu einer gewissen Normalität im ila-Betrieb würden zurückkehren können. Es gab dann auch einige Arbeitsgruppentreffen mit drei/vier Leuten zur Diskussion der nächsten anstehenden Schwerpunkte. Für Herbst war angedacht, Redaktionssitzungen und Layouts zumindest teilweise wieder mit persönlicher Präsenz stattfinden zu lassen. Aber das entpuppte sich im Laufe des Septembers und vor allem des Oktobers als Illusion. Also weiter via Telefon, E-Mail und die vermeintlich „sozialen“ Netzwerke.

Die „Normalität“ lässt auf sich warten, aber wir geben nicht auf. Toll waren die vielen positiven Rückmeldungen, die wir von unseren Leser*innen bekommen haben. Viele Menschen haben uns mitgeteilt, dass es ihnen gut tat, wenn wieder eine ila im Briefkasten lag. Nicht nur wegen der Inhalte, sondern weil es auch ein Stückchen Normalität in komplizierten Zeiten bedeutete. Neben den vielen neuen Herausforderungen, die 2020 brachte, bestehen auch die alten weiter, nämlich die jeden Monat anfallenden Kosten für Miete, Telekommunikation, Druck, Layout und die bescheidenen Löhne unserer Teilzeitmitarbeiter*innen. Diese Gelder haben wir für 2020/21 noch nicht zusammen.

In diesem Sinne freuen wir uns auch in diesem Jahr über Spenden (Spendenkonten bei der Postbank: IBAN DE89 3701 0050 0058 3995 01 oder Sparkasse Köln Bonn: IBAN DE65 3705 0198 1934 9412 77).

Und über neue Abos. Vor allem wünschen wir unseren Leser*innen und uns, dass wir gesund bleiben bzw. dass diejenigen, die das Virus doch erwischt, das Ganze gut überstehen.

Mit solidarischen Grüßen für die Redaktion Britt Weyde & Gert Eisenbürger