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Ein trauriger Tag

Das griechische Volk braucht unsere Solidarität!

Am kommenden Sonntag gedenkt die jüdische Gemeinde Thessalonikis der etwa 50.000 Deportierten, die ab 15. März 1943 in 19 Bahntransporten mit jeweils 40 Güterwagen in die Vernichtungslager Auschwitz und Treblinka verschleppt wurden. Für die fast zweitausend Kilometer bis nach Auschwitz und Treblinka mussten die Verhafteten Fahrscheine lösen. Nur wenige kehrten zurück. Die internationalen Feierlichkeiten werden von der deutschen Weigerung überschattet, für die Schäden an Leib und Leben der Deportierten sowie für die materiellen Verluste in vollem Umfang aufzukommen. Insgesamt schuldet die Bundesrepublik Deutschland in Rechtsnachfolge des Deutschen Reiches den jüdischen Gemeinden Griechenlands über eine Milliarde Euro. ... Michael Roth, "Staatsminister für Europa" im Auswärtigen Amt: das "Leid" der Opfer sei dermaßen "unermesslich", dass man es weder "aufwiegen" noch "aufrechnen" könne ... Der ethische Tenor verbirgt eine ausgefeilte Infamie: Weil sich die deutschen Menschheitsverbrechen angeblich nicht messen ließen, könne man ihren Umfang weder wiegen noch berechnen. Ihre schiere Größe mache sie unbezahlbar.  gfp 13.03.15