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Fußball und Folter: Wie Argentinien an 1978 erinnert

Die Weltmeisterschaft, die vor Russland wohl die größten politischen Debatten auslöste, war jene 1978 in Argentinien. Sie fand statt in einer Militärdiktatur, der 30.000 Menschen zum Opfer fielen. Wie wird der Fußball 40 Jahre später ...

Fußball und Folter: Wie Argentinien an 1978 erinnert
Von Ronny Blascke
DLF 27.05.2018

 

Berti Vogts 1978: "Argentinien ist ein Land, in dem Ordnung herrscht. Ich habe keinen einzigen politischen Gefangenen gesehen."

 

"... Gegenüber KritikerInnen, etwa der von der ila koordinierten Kampagne „Fußball ja – Folter nein“ im Vorfeld der WM 1978 in Argentinien, argumentierte die Bundesregierung damals, sie betriebe „stille Diplomatie“, die den Betroffenen viel mehr helfe als eine Brüskierung der argentinischen Regierung. Weitbrechts Auswertung der entsprechenden Akten legt nahe, dass diese Diplomatie extrem still gewesen sein muss und dass das AA – vorsichtig ausgedrückt – sehr wenig getan hat, um die von der Diktatur verschleppten deutschen Staatsangehörigen oder Kinder deutsch-jüdischer Flüchtlinge zu retten..." Das AA und die argentinische Diktatur. Neue Erkenntnisse über die „Zurückhaltung“ des Auswärtigen Amtes. Gert Eisenbürger in ila 368 (September 2013) S. 62

Parabel der totalitären Herrschaft. Der Roman „Unten sind ein paar Typen“ von Antonio Dal Masetto. Von Klaus Jetz in ila 309 (Oktober 2007) S. 57

 

Manifest der Verantwortungslosigkeit
Kurz nach dem Putsch der Militärjunta gastierte die WM 1978 in Argentnien. Im deutschen Fußball wollte man davon nichts wissen.
taz 09.07.2014