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Klimacamp und Degrowth Sommerschule im August 2015 im Rheinland

Mit dem Schwerpunktthema Klimagerechtigkeit soll die Notwendigkeit eines umfassenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels unserer energie- und ressourcenintensiven Lebensweise sichtbar gemacht und konkrete Lösungen und Alternativen diskutiert werden. Damit wird die Sommerschule die Erkenntnisse der 4. Internationalen Degrowth-Konferenz 2014 in Leipzig vertiefen und konkretisieren. Die Sommerschule wird im Rheinland, der größten CO2-Quelle Europas, in Kooperation mit dem dortigen Klimacamp stattfinden. Damit werden die Diskussionen um Klimagerechtigkeit und Postwachstum verknüpft und an einen zentralen Ort der aktuellen energiepolitischen Auseinandersetzungen getragen.

Das Programm der Sommerschule wird aus Kursen, Vorträgen und Podiumsdiskussionen zu einem breiten Themenspektrum bestehen. Vormittags wird es täglich einen Eröffnungsvortrag geben und im Anschluss Kurse. Die Kurse sollen als Herzstück der Konferenz laufen und damit die Möglichkeit zur Themenvertiefung bieten. Nachmittags gibt es Zeit, um Workshops des Klimacamps zu besuchen und sich an der Organisation und Sorgearbeit von Camp und Sommerschule zu beteiligen. Abends wird es ein kulturelles Programm sowie Podiumsdiskussionen geben.

Wir freuen uns über die Zusagen von Patricio Chávez und Elena Gálvez. Beide arbeiten für YASunidos in Ecuador und setzen sich gegen die Ölförderung im Yasuni-Nationalpark ein. Als ReferentInnen werden sie den SommerschulteilnehmerInnen einen Einblick in ihre Arbeit geben. Ebenfalls zugesagt haben Lyda Fernanda Forero vom Transnational Institute in den Niederlanden und Joanna Cabello von Carbon Trade Watch. Erstere wird die Frage „Was ist Klimagerechtigkeit?” in ihrer Keynote diskutieren, zweitere eine kritische Einschätzung der UN-Klimaverhandlungen und des Emissionshandels geben. Die dritte Keynote zum Thema „Fossile Energie, Kohle und das rheinische Revier” wird von Dorothee Häußermann gehalten. Sie arbeitet als freiberufliche Referentin und ist seit 2010 Mitorganisatorin der Klimacamps im Rheinischen Braunkohlerevier.

Für das Podium „Grünes Wachstum vs. ‚im Boden lassen’?” haben Jose Cueva und Laura Weis zugesagt. Jose Cueva ist Kaffeebauer und Umweltschützer aus der Region Intag in Ecuador und aktiv im Widerstand gegen multinationale Bergbaukonzerne. Laura Weis arbeitet schwerpunktmäßig zu energie- und klimapolitischen Themen bei PowerShift.

Ebenfalls für das Podium zugesagt hat der Wachstumskritiker Niko Paech. Er ist Professor an der Universität Oldenburg mit den Arbeits- und Forschungsschwerpunkten nachhaltige Entwicklung, Umweltökonomik und Postwachstumsökonomik.

Barbara Muraca wird die Keynote zum Thema „Was ist Degrowth?” halten. Ihre Hauptarbeitsfelder sind Umweltphilosophie (Nachhaltigkeitstheorie & Degrowth-Forschung), Sozialphilosophie und Denkprozesse am College of Liberal Arts der Oregon State University.

Für das Eröffnungspodium hat Matthias Schmelzer zugesagt. Er forscht als Wirtschaftshistoriker an der Universität Genf und wird im Rahmen der Sommerschule den Zusammenhang von Degrowth und Klimagerechtigkeit erläutern. Heather Milton Lightening wird auf dem Podium zu zivilem Ungehorsam sprechen. Sie ist aktiv im Protest gegen Teersand in Kanada.

Zur thematischen Vorbereitung werden in regelmäßigen Abständen Beiträge auf unserem Blog erscheinen. Um den Worten gleich Taten folgen zu lassen ist im Anschluss an die Sommerschule am 15. August eine Demonstration für Klimagerechtigkeit geplant.

Fragen zur Sommerschule bitte an summerschool2015@degrowth.de richten