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VW und das brasilianische Militärregime

Vorwürfe wurden laut, dass das Unternehmen während der Diktatur von 1964 bis 1985 mit dem Militärregime zusammengearbeitet habe. Ehemalige Arbeiter fordern Aufarbeitung und Entschädigung. Radio Dreyeckland sprach mit der Anthropologin Laura Burzywoda

Arbeiten bis zum Selbstmord bei Volkswagen do Brasil
Radio Dreyeckland sprach mit der Anthropologin Laura Burzywoda, die in Brasilien unter anderem zu Volkswagen do Brasil recherchiert hat. Radio Dreyeckland interessierte insbesondere, welche Vorteile VW aus der Zusammenarbeit mit dem Repressionsapparat der Diktatur gezogen hat und wie Volkswagen heute gegenüber den Betroffenen in Brasilien auftritt. Erinnert sei daran, dass der VW-Konzern zu 20 % dem Land Niedersachsen gehört. 

Festnahmen und Repression bei VW do Brasil
Nachdem der deutsche Autobauer bereits durch den Abgasskandal 2015 einen großen Prestigeverlust erlitt, musste VW sich zeitgleich auch noch mit den Vorwürfen gegen den Tochterkonzern in Brasilien herumschlagen. Dort wurden Vorwürfe laut, dass das Unternehmen während der Diktatur von 1964 bis 1985 mit dem Militärregime zusammengearbeitet habe. Ehemalige Arbeiter fordern Aufarbeitung und Entschädigung.
ila 400/November 2016

Nicht nur an der Diktatur verdient: VW hat mitgemacht  LabourNet

Zu Daimler-Benz in Argentinien siehe u.a. 

Weber, Gaby,  Daimler-Benz und die Argentinien-Connection. Von Rattenlinien und Nazigeldern, 144 Seiten, 10,- Euro

Buchbesprechung in der ila 285: Was in Deutschland niemand wissen will

"Die deutschen Medien boykottieren das Buch weitgehend, während die argentinischen Zeitungen der Conexión Alemana Seiten widmen. Sogar die New York Times informierte in ihrem politischen Teil auf fast einer halben Zeitungsseite über Gaby Webers Recherchen und zitiert dazu auch eine Firmensprecherin:  A very strange story." ... 

Bundesnachrichtendienst auf Herausgabe von Akten zu argentinischer Militärdiktatur verklagt. “Die Verfassungsbeschwerde wird verworfen”   LabourNet 14.07.2017