ila

Zanon in Argentinien - 15 Jahre Arbeiterselbstverwaltung in Gefahr

Symbol für erfolgreichen Widerstand und Hoffnungsschimmer steckt in einer existenzbedrohenden Krise und braucht unsere Hilfe.

Liebe ilos und ilas,

ich verbreite gerade eine Soli-Aufruf für Zanon, die im argentinischen Krisenjahr 2001 in Neuquén / Patagonien besetzte Fliesenfabrik. 15 Jahre Arbeiterselbstverwaltung - die Kolleg_innen von Zanon sind auch international zu einem Symbol für erfolgreichen Widerstand und zu einem Hoffnungsschimmer geworden. Aber jetzt steckt das Projekt in einer existenzbedrohenden Krise. Die Anträge auf Kredite, um die Technologie zu erneuern, werden seit Jahren abgelehnt oder verzögert. Mit der mittlerweile völlig veralteten Maschinerie ist es nicht mehr möglich, den Lebensunterhalt der Kolleg_innen zu erwirtschaften. Viele haben deshalb die Fabrik bereits verlassen. Die Kolleg_innen haben jetzt beschlossen, sich mit aller Kraft gegen den Niedergang zu stellen, auf politischer Ebene die notwendigen Kredite durchzusetzen und mit einer Spendenkampagne noch einmal um Unterstützung zu bitten, um auch diese Durststrecke überstehen zu können.

Für die Kampagne haben sie eine neue Webseite eingerichtet, über die auch international per PayPal gespendet werden kann:
http://endefensadezanon.com/
http://endefensadezanon.com/donaciones/

Eine Übersetzung des Aufrufs und der Geschichte von Zanon von dieser Webseite gibt es bei Labournet:
http://www.labournet.de/?p=108708

Ich denke, es wäre für uns alle ein Verlust und Rückschritt, wenn dieses Selbsthilfeprojekt von Arbeiter_innen, das politisch so viel erreicht und so viel Hoffnung verbreitet hat, scheitert. Wir sind sicher nicht in der Lage, durch Spenden die nötigen Kredite in Millionenhöhe aufzubringen, aber auch kleine Beiträge helfen den Kolleg_innen, ihren Kampf darum durchzustehen. Ich würde mich freuen, wenn der eine oder die andere ein paar Euro für dieses großartige Experiment von Arbeiterselbstverwaltung übrig hat, und wenn ihr den Aufruf von der Labournet-Seite weiter verbreitet.

saludos solidarios
alix