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Der Humboldt-Nationalpark im Osten Kubas. Im Reich der Bienenelfe. (1/2)

Mehr als 80 Naturschutzgebiete entstanden seit 1959 in Kuba. Ihre Fläche macht fast ein Viertel der Insel aus. Ganz im Osten des Landes liegt der Parque Nacional Alejandro de Humboldt mit seinen einmaligen Bergregen- und Trockenwäldern, Hochebenen, Flüssen, Mangrovenlandschaften und Korallenriffen. Gut 700 Quadratkilometer Natur - so ursprünglich nahezu, wie sie der Namensgeber des Schutzgebietes vor über 200 Jahren bei seinen Reisen durch Kuba angetroffen hat.
Die Bienenelfe - nur sieben Zentimeter lang und zwei Gramm schwer - ist der kleinste Vogel der Welt. Ohne Unterlass trällert das Kolibri-Männchen aus voller Kehle sein Lied. Es ist Paarungszeit. Große Chancen hat, wer sein Ständchen mit besonders prächtig schillernder Brust darbringt. Wie die Bienenelfe gehört das winzige Monte-Iberia-Fröschchen zu den vielen endemischen Arten in Kuba. Der Winzling steht unter strengem Schutz, doch Überschwemmungen, Hurrikans oder Trockenperioden gefährden immer wieder die kleine Population. Auch Gundlachsperber sind sehr selten geworden. Schätzungsweise leben kaum noch 400 dieser Greife in Kuba, ihrem einzigen Verbreitungsgebiet.
Über 50 verschiedene Anolis-Arten bevölkern die Insel. Der Ritteranolis betrachtet die Welt ausschließlich von Bäumen aus. Früher gab es diese mehr als einen halben Meter große Echse ausschließlich auf Kuba. Inzwischen ist sie auch in Florida und auf einigen vorgelagerten Inseln anzutreffen. In allen Sektoren des Parque Nacional Alejandro de Humboldt markiert der Tocororo lautstark sein Revier. Dieser Trogon ist Kubas Nationalvogel. Sein Gefieder leuchtet in den Farben der kubanischen Flagge: blau, weiß, rot.
Das Dorf Arroyo Bueno liegt - wie einige andere - mitten im Schutzgebiet. Es entstand vor gut 60 Jahren als Heimstatt für Holzfäller und Bergarbeiter.

2 Teile, täglich

Autor: Cornelia Volk
Redaktion: Sabine Eschenweck

Mittwoch, 28. Oktober 2015 - 14:15