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Der radikale Humanismus des Frantz Fanon

Rassismus beraubt die Betroffenen nicht nur ihrer wirtschaftlichen Mittel und ihres sozialen Status, sondern er entmenschlicht und entpersonifiziert sie auch und lässt sie in einer »Zone des Nicht-Seins leben, eine höchst unfruchtbare und dürre Gegend...

...eine überaus nackte Rampe, von der aus eine authentische Erhebung entstehen kann«. Das erzeuge bei den Betroffenen einen Minderwertigkeitskomplex und das Gefühl, von geringerem menschlichem Wert zu sein. Diejenigen, die er als »Verdammte dieser Erde« bezeichnete, können diesen Mechanismus laut Fanon nur überwinden, indem sie sich die Anerkennung ihrer Menschlichkeit sichern. Und diese beruhe auf der positiven Bekräftigung ihrer ethnisierten oder nationalen Zuschreibungen.

jacobin 04.05.2021

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